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Grünliberale inszenieren Schmierenkomödie

Die Jungen Grünen Wil-Fürstenland sind empört: Wären in einer Schulklasse solche Vorgänge zu beobachen wie im Wiler Stadtparlament, würde umgehend der schulpsychologische Dienst einschreiten! Dank hinterhältigen Machenschaften der GLP, tatkräftig unterstützt durch SVP und FDP, wurde aus einer institutionell-formellen Wahl eine Schlammschlacht, welche für das Stadtparlament und die GPK, aber vor allem für die verantwortlichen Parteien, einen massiven Image-Schaden bedeuten dürfte. Eine Chonologie:

1) Das Präsidium des Stadtparlaments erteilte allen Fraktionspräsidenten den Auftrag, bis zur Sitzung vom 11.12.2013 geeignete Kandidaten für das Amt des GPK-Präsidenten vorzuschlagen.

2) Die Fraktion GRÜNE prowil schlug anlässlich dieser Sitzung Sebastian Koller vor, während CVP, FDP, SP und SVP keine Kandidaten gefunden hatten. Die Fraktionspräsidentin der GLP, Erika Häusermann, hatte keine Abklärungen getroffen. Die Präsidiumssitzung wurde unterbrochen, damit sich Erika Häusermann telefonisch mit ihrem Fraktionsmitglied Daniel Gerber absprechen konnte, welcher sich zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Sebastian Koller am Jahresessen der GPK befand. Daniel Gerber erklärte, dass er zur Verfügung stehen würde, aber dass er nicht zu einer Kampfwahl gegen Sebastian Koller antrete, falls letzterer vom Parlamentspräsidium vorgeschlagen werde. In der Konsultativabstimmung sprach sich das Präsidium mit 7 zu 3 Stimmen bei 1 Einhaltung für Sebastian Koller als GPK-Präsident aus.

3) Am 12.12.2013 erklärte Erika Häusermann in einer E-Mail an die Mitglieder des Parlamentspräsidiums, dass die Grünliberale Fraktion mit Daniel Gerber zu einer Kampfwahl um das GPK-Präsidium antrete.

>>> E-Mail von E. Häusermann, 12.12.2013 (PDF) ***

4) Am 15.12.2013 nahm Sebastian Koller telefonisch mit Daniel Gerber Kontakt auf, um sich nach den Gründen für seinen Meinungsumschwung zu erkundigen. Sebastian Koller erklärte, dass er eine Kampfwahl für unangebracht halte, da sie dem Ansehen des Parlaments und dem künftigen Arbeitsklima in der GPK schaden könnte. Daniel Gerber pflichtete ihm bei und erklärte, dass Erika Häusermann die oben genannte E-Mail eigenmächtig und ohne Rücksprache mit ihm versendet hatte.

5) Gemäss Absprache mit Sebastian Koller erklärte Daniel Gerber am 17.12.2013 in einer E-Mail an das Parlamentspräsidium, dass er entgegen der Mitteilung von Erika Häusermann nicht als GPK-Präsident kandidiere.

>>> E-Mail von D. Gerber, 17.12.2013 (PDF) ***

6) Ohne dass ein erneuter Kontakt zwischen Daniel Gerber und Sebastian Koller stattgefunden hätte, erklärte Daniel Gerber am 08.01.2014 (einen Tag vor der Parlamentssitzung) in einer E-Mail an das Parlamentspräsidium, dass er nun doch als GPK-Präsident kandidiere. Gleichzeitig wurde die Presse informiert.

>>> E-Mail von D. Gerber, 08.01.2014 (PDF) ***

7) In Asprache mit der Fraktion GRÜNE prowil entschied Sebastian Koller, nicht an der Parlamentssitzung vom 09.01.2014 teilzunehmen und dem Parlament schriftlich den Rückzug seiner Kandidatur bekannt zu geben.

>>> Rückzugserklärung von S. Koller, 09.01.2014 (PDF)

8) Nach einer hitzigen Debatte wählte das Stadtparlament Daniel Gerber zum Präsidenten der GPK. Von 44 anwesenden Mitgliedern gaben ihm nur 21 ihre Stimme. Da 8 Parlamentsmitglieder leer einlegten, erreichte er jedoch das absolute Mehr von 19 Stimmen.

9) In der Folge berichteten die Lokalmedien ausführlich über die Angelegenheit. Daniel Gerber hat zwar die Wahl zum GPK-Präsidenten gewonnen, aber gleichzeitig seinen Ruf ruiniert. Um sein Amt dürfte ihn unter diesen Umständen niemand beneiden, zumal Sebastian Koller weiterhin der GPK angehört.

>>> Artikel Wiler Zeitung, 10.01.2014 (PDF, 1.8 MB)

>>> Artikel Wiler Zeitung, 11.01.2014 (PDF, 1.1 MB)

*** Die Veröffentlichung interner E-Mail-Korrespondenz ist zwar unüblich, doch hat die GLP entschieden, dass politische Umgangsformen und gegenseitiges Vertrauen ab sofort obsolet sind.



Last Update: 04.10.2017